Sportwetten: Sind Wettgewinne steuerfrei?

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Fakt ist: Die Grundlage jeder Sportwette ist eine Leistung, die der Sport erbringt.

  • Investitionen in Werbung und Marketing werden zunehmend digital und datengetrieben
  • Affiliate-Marketing bleibt wichtiger Akquisitionskanal, unterliegt strengeren Compliance-Regeln
  • Bonusangebote und Promotionen werden zielgerichteter und personalisierter
  • Customer Acquisition Cost (CAC) steigt aufgrund des regulierten Wettbewerbs

Unter großem materiellen, aber auch ideellen Aufwand organisiert er Sportveranstaltungen, derer sich Dritte bedienen, um daraus für sich ein Geschäft zu machen. Dagegen ist der Sport aus unserer Sicht rechtlich zu schützen – ähnlich wie ein Autor, der einen Song schreibt, oder ein Erfinder, der eine Entdeckung macht.

  • Steueraufkommen aus Sportwetten für den deutschen Fiskus 2026: ca. 800 Mio. Euro
  • Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) bildet weiterhin rechtlichen Rahmen
  • Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht Einhaltung der Regularien
  • Strikte Werbebeschränkungen beeinflussen Marketingbudgets der Anbieter

Hier liegt übrigens auch der fundamentale Unterschied zu den Lotterien: Die veranstalten die Lotto-Gesellschaften selbst, in eigener Regie; bei den Sportwetten nutzen die Wett-Unternehmen hingegen nicht eigene Veranstaltungen, sondern die des Sports. Solange sie dafür nichts zahlen, sind sie Trittbrettfahrer ohne Fahrschein. Deshalb ist ein gesetzliches Veranstalterschutzrecht, das die Veranstalter von Sportereignissen vor deren Verwertung ohne ihre Zustimmung schützt, angemessen und überfällig. Der DOSB schlägt vor diesem Hintergrund für den gesamten deutschen Sport vor, einerseits das Monopol für die Lotterien unbedingt zu erhalten, weil sie die entscheidende Säule der Finanzierung des gemeinnützigen Sports bilden, und andererseits für den Bereich der Sportwetten ein staatlich reguliertes und kontrolliertes Konzessionsmodell zu schaffen.

Sportwetten in Berliner Sportvereinen ein Thema

Die Richtigkeit eines Tipps bei einer Sportwette hingegen beruht einzig und allein auf dem besseren Fachwissen, wie wir gerade in diesen Tagen immer wieder feststellen – oder auch nicht. Nicht allein aus diesem Grund halten wir es für falsch, beide Bereiche wie bisher über einen Kamm zu scheren. Derzeit gilt in Deutschland für Lotterien und Sportwetten ein staatliches Monopol, das – weil nicht die Bundes-, sondern die Landesebene zuständig ist – in einem Staatsvertrag aller 16 Länder fixiert ist; er gilt noch bis Ende 2011 und wird jetzt unter unserer Beteiligung evaluiert, um eine angemessene Anschlussregelung zu finden. Das Lotto-Monopol ist nicht nur allseits akzeptiert, es funkti-oniert auch bestens. Im vergangenen Jahr setzte der Deutsche Lottoblock 6,72 Milliarden Euro um, davon 6,4 Milliarden Euro im Bereich der Lotterien, das sind über 95 Prozent.

Warum lizenzierte Wettanbieter Deutschland die beste Wahl sind?

Hier gibt es keine nennenswerte Konkurrenz zum staatlichen Veranstalter, der seine Lottoscheine in rund 24.000 Annahmestellen in ganz Deutschland anbietet. Die Abgabenstruktur im Monopol ist naturgemäß nicht am Markt orientiert, sondern an den Interessen des Gemeinwohls, dessen Vertreter, der Staat, ja das Monopol definiert. In dem Chart sehen Sie, wie die Spieleinsätze verwendet werden: Knapp 17 Prozent gehen für die Lotteriesteuer drauf, gut 20 Prozent für „Abgaben für gute Zwecke“ und rund 13 Prozent für die Administration. Bleiben knapp 50 Prozent, die als Gewinne ausgeschüttet werden. Ganz anders sieht es im Bereich der Sportwetten aus. Danach darf eine Sportwette nur veranstalten, wer dazu vom Staat eine Lizenz erhält. Dafür zahlt der Lizenznehmer eine Gebühr zur Abgeltung des reinen Verwaltungsaufwands – und zusätzlich eine Sportwettenabgabe, die jährlich abhängig vom Umsatz zu entrichten ist und die neben dem Fiskus dem gemeinnützigen Sport zugute kommen soll. Sie ist auch als Gegenleistung dafür zu sehen, dass der Sport die Nutzung seiner Veranstaltungen für die lizensierten Sportwetten zulässt. Diese Lizenz wird außerdem mit einer Reihe von Bedingungen verknüpft: Es werden nur Wetten auf Ergebnisse zugelassen. Wetten auf leicht zu beeinflussende Ereignisse – wie etwa auf den nächsten Einwurf – werden ausgeschlossen.

  • Durchschnittlicher monatlicher Umsatz pro aktivem Spieler: ca. 85 Euro
  • Anzahl aktiver Spieler in Deutschland steigt auf geschätzte 8,5 Millionen
  • Mobile Geräte sind für 78% aller Wett-Transaktionen verantwortlich
  • Hohe Saisonalität mit Spitzenumsätzen während Fußball-Europameisterschaft und Bundesliga-Saisonstart

B.

Altersgruppe Umsatzanteil Bevorzugte Plattform
18-29 Jahre 38% Mobile App (95%)
30-49 Jahre 45% Mobile & Desktop gemischt
50 Jahre und älter 17% Desktop-Website (70%)

Schaffung der bet wettanbieter bonus Möglichkeit der Selbstsperrung des Spielers. Für diesen Weg streiten wir mit aller Kraft – in den Anhörungen, die die 16 Ministerpräsidenten veranstalten, und in vielen Einzelgesprächen.

Glücksspielsegment Gesamtumsatz (Mio. €) Wachstum zum Vorjahr
Sportwetten (online & stationär) 8.100 +5,8%
Online-Casino (Slots, Roulette) 5.300 +9,5%
Staatliche Lotterien (inkl. Lotto) 10.200 +1,2%
Poker (online) 850 +3,0%

Erkennbar ist, dass es eine Lösung gegen den Sport nicht geben wird. Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht die Profi-Clubs und Profi-Ligen sollen von unserem Weg profitieren, sondern der gemeinnützige Sport. Der Profi-Sport erwartet keine direkte Förderung, sondern hat ein Interesse an möglichen Einnahmen durch die in unserem Modell zulässigen Werbe- und Sponsoringmaßnahmen. Diese Frage muss und kann allein die Politik beantworten. Wir stellen uns vor, dass die Abgabe als Anteil an den Umsätzen, nicht am Ertrag definiert wird. Er muss spürbar sein und zugleich marktgerecht.

Mit 17 im Wettbüro

Hier ist das Monopol weder akzeptiert noch durchgesetzt. Gleich nach Einführung der staatlichen Oddset-Wette wurde das Monopol durch eine private Veranstalterin in Bayern, die sich auf die Berufsfreiheit berief, angegriffen. Das Bundesverfassungsgericht gab im März 2006 im Einklang mit der europäischen Rechtssprechung grundsätzlich beide Wege frei: Abschaffung des Monopols für Sportwetten und deren Öffnung für private Veranstalter oder aber dessen Fortführung – aber nur unter der Bedingung, es stärker als bisher an dem öffentlichen Interesse der Bekämpfung von Spielsucht und Kriminalität auszurichten und auf Werbung zu verzichten. Die Länder entschieden sich mit dem geltenden Staatsvertrag für den zweiten Weg. Seitdem darf der Deutsche Lottoblock weder für seine Produkte werben noch zur Verbreitung das Internet nutzen.

Champions League und Europa League Wetten

Das führt zu absurden Situationen, etwa bei der FIFA-WM 2006. Dann kam die erwähnte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts – und Oddset hatte das zweifelhafte Vergnügen, wie alle anderen Sponsoren den vollen Beitrag in zweistelliger Millionen-Höhe zahlen zu dürfen, ohne jedoch in Erscheinung treten zu können. Da sage noch einer, es gebe in der Wirtschaft keine altruistischen Neigungen. Das Monopol steht hier nur noch auf dem Papier: Zum einen ist das staatliche Angebot entscheidend gehandicapt durch das Werbeverbot, den Ausschluss des Vertriebs über das Internet und vor allem die wenig bet wettanbieter ohne lugas serios attraktiven Gewinnquoten. Brav zahlen die staatlichen Veranstalter die 16 2/3 Prozent Lotteriesteuer (wohlgemerkt: nicht auf den Ertrag, sondern auf den Umsatz!) und führen die „Abgaben für gute Zwecke“ ab. Der Korridor liegt unseres Erachtens zwischen 3 Prozent und 10 Prozent.

326 Millionen Euro für Therapien aufgewendet

Das ist für unsere Gesellschaft und insbesondere für den Sport, ohne den es diese Wetten überhaupt nicht geben könnte, nicht hinnehmbar: Dieser gigantische Umsatz wird in Deutschland erzielt, ohne dass der Staat oder der Sport daran auch nur mit einem Cent partizipierten. Und die Art und Weise, wie er erzielt wird, ist durch keinerlei Leitplanken geregelt. Weil es sich um einen illegalen Markt handelt, greifen hier keine Regulierungen. Wer sich auf diese Wetten einlässt, ist vor unseriösen Angeboten, auch vor besonders Sucht fördernden Wetten nicht sicher. Der derzeitige Zustand erinnert ein wenig an die Phase der Alkohol-Prohibition in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den USA.

Vergleich internationaler Buchmacher

Weil die Menschen sich ihr Bedürfnis nach alkoholischen Getränken nicht nehmen ließen, setzte sich die Prohibition nie durch, sondern führte in Wirklichkeit zu einer immer größeren illegalen Produktion von Alkoholika – ohne staatliche Qualitätsvorgaben und -kontrollen. Produktion und Vertrieb von Alkohol wurde das Kerngeschäft der rasch anwachsenden organisierten Kriminalität. Vergleiche hinken immer, und natürlich ist ein Monopol noch bet fussball live wetten strategie keine Prohibition. Aber wichtig ist die Erkenntnis, dass verbreitete menschliche Bedürfnisse – und dazu zählt ganz offenbar auch die Leidenschaft zu wetten – sich nicht einfach administrativ in enge Formen pressen lassen, sondern dann ihre eigenen Wege suchen und schließlich womöglich in die Illegalität abdriften. Das aber liegt weder im Interesse der Gesellschaft noch in dem des Sports. Man wird sehen, wo die Abgabe sich einpendelt. Unser zentrales Anliegen ist, die Integrität des sportlichen Wettbewerbs zu sichern und Manipulationen und betrügerische Machenschaften bei Sportwettkämpfen zu verhindern. Dies ist auch ein öffentliches Interesse, das dem Ziel der Suchtbekämpfung in nichts nachsteht. Wir sind zuversichtlich, dass wir damit den illegalen Markt zum Großteil in die Legalität kanalisieren können.

Was ist die Wettsteuer?

Ergebnis: Von 100 Euro, die ein Spieler einsetzt, gehen lediglich 50 Euro als Gewinn zurück; das ist nicht konkurrenzfähig. Zum anderen gibt es hier faktisch eine starke Konkurrenz, die es bei einem Monopol eigentlich gar nicht geben dürfte. Sowohl in Deutschland selbst als auch erst recht im Ausland platzieren zahlreiche Sportwetten-Anbieter erfolgreich Wetten über das Internet. Auch sie unterliegen zwar in Deutschland einem Werbeverbot, aber sie nutzen das Internet – und das kennt keine nationalen Grenzen. Vor allem zahlen sie in Deutschland weder Steuern, noch leisten sie Abgaben.

Erfahrungen über Deutsche Sportwetten Anbieter

Von 100 eingesetzten Euro fließen etwa 90 Euro wieder als Gewinn zurück. Diese beiden Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Umsätze der Oddset-Wette von rund 550 Millionen Euro im Jahr 2005 auf nur noch 185 Millionen Euro im Jahr 2009 abgestürzt sind – weniger als 3 Prozent des Gesamtumsatzes des Deutschen Lottoblocks. Nun könnte man sagen: Prima, der Kampf gegen die Spielsucht hatte offenbar Erfolg. Aber das Gegenteil ist der Fall: Im gleichen Zeitraum explodierte der formell illegale Markt privat veranstalteter Sportwetten. Heute wird er auf über 7 Milliarden Euro in Deutschland geschätzt. Und auch Oddset hätte eine Zukunft, wenn es mit den privaten Anbietern unter gleichen Bedingungen konkurrieren könnte. Legale Wetten würden für die Wetter ungleich attraktiver, denn die Gewinnausschüttungen lägen bei über 80 Prozent der Einsätze.

Wettart Umsatzanteil Beispiel
Einzelwette (Pre-Match) 45% Sieg, Tore, Handicap
Live-Wetten (In-Play) 35% Während des Spiels
Kombi-/Systemwetten 15% Mehrere Spiele kombiniert
Spezialwetten 5% z.B. nächster Torschütze

Vor allem die staatlichen Lotto-Unternehmen wehren sich dagegen. Sie tun das nicht aus Sorge um die Einnahmen aus Oddset – die sind mittlerweile so marginal, dass sich der ganze Aufwand kaum noch lohnt. Nein, sie befürchten vielmehr, dass mit einem solchen Schritt zwangsläufig auch das Monopol für die Lotterien fallen würde – und dann ginge es für sie ums Einge-machte.

  • Bruttospielertrag (GGR) in Deutschland für 2026 voraussichtlich 12,8 Mrd. Euro
  • Umsatzsteigerung von ca. 7,2% gegenüber dem Vorjahr 2025 prognostiziert
  • Online-Sportwetten machen über 65% des Gesamtumsatzes aus
  • Regulierter Marktanteil (lizenziert) erreicht voraussichtlich 95%
  • Fußballwetten bleiben mit Abstand umsatzstärkste Sportart
  • Wachstumstreiber sind Live-Wetten und E-Sports-Wetten

Wir halten diese Sorge vor dem sogenannten Dominoeffekt für unbegründet. Beide Bereiche, die Lotterien und die Sportwetten, unterschiedlich zu behandeln, ist nicht nur sinnvoll. Denn das europarechtliche Kohärenzgebot gilt keineswegs über sämtliche verschiedenen Glücksspielarten – dann müsste alles, von den Geldspielautomaten über die Casinos bis zu Lotto und den Sportwetten – gleich geregelt werden, was schon heute nicht der Fall ist.

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